Das Fest ist hier

Im Jahr 2012 ist ein Buch erschienen, in italienisch, es heisst „La festa è qui“ – das Fest ist hier, geschrieben von der Philosophinnengruppe Diotima.

Zur Printversion

„Das Fest ist hier“ – das ist auch ein passendes Motto für das Labyrinthjahr 2015, und deshalb leihen wir uns diese Formulierung aus.

Dieses Fest ist nicht das Fest des Besonderen, Seltenen und Fremden, zu dem wir eingeladen werden möchten, weswegen wir uns anders anziehen und nervös sind. Gemeint ist eher das Fest des Alltags, unser Fest, zu dem wir keine besondere Einladung benötigen. Die Philosophinnen von Diotima definieren das Fest und setzen es auch in Bezug zum Alltag:

„Es (das Fest) ruft nicht nur dazu auf, das zu teilen, was jede und jeder an Bestem in sich hat, sondern sorgt dafür, dass dieses zur Verfügung gestellte Gute im Austausch wächst. Das ist es, was die Freude hervorbringt. Und diese breitet sich vorher durch die Erwartung aus und hinterher durch die Erinnerung, wodurch sie sich mit der Praxis des täglichen Lebens vermischt.“

Das Schöne an Festen ist, dass sie einen Ausbruch aus dem Alltag markieren. Weniger schön kann es sein, auf Einladungen zu warten, die vielleicht nicht kommen. Indem wir unser Fest hier feiern, immer, wenn wir zusammenkommen, bringen wir etwas von der anderen Ordnung des Festes in unseren Alltag. Diana Sartori hat als Bild für diese Bewegung den „Sprung auf der Stelle“ erfunden, angeregt durch einen Kinderreim, und sie schreibt:

„Beim Sprung auf der Stelle merken wir, dass das Fest hier ist.“

Illustration: Daniela Rütimann

Wir müssen im Leben immer wieder einmal springen, wenn es keinen Durchgang oder keine Brücke gibt, wenn es nicht weitergeht, wenn ein Weg zu Ende ist, wenn wir uns ändern…. Um zu springen, ein Risiko einzugehen, brauchen wir Vertrauen – es gibt keine Garantien, keine Netze. Wir müssen uns einen Ruck geben – manchmal wird erst hinterher klar, dass wir gesprungen sind. Springen gehört zur „Ordnung des Unmöglichen“, so formuliert Sartori es. Bevor wir springen, kann manchmal eine Situation so aussehen, als ob es keinen Ausweg gäbe. Nach dem Sprung sehen wir, dass er möglich war. Auch wenn wir sehr nahe beim Absprungort landen, oder sogar genau auf demselben Ort, wird sich nach dem Sprung etwas verändert haben – unsere Perspektive. So springen wir aus dem Alltäglichen hinauf und landen im Fest, das nun hier ist.

Herzlich laden wir ein, das Labyrinth-Fest zu feiern, immer wieder, beim Gehen im Labyrinth, beim Zusammensein, bei den Veranstaltungen im 2015.

(Zusammenfassende Übersetzung des erwähnten Buches auf http://www.bzw-weiterdenken.de/2013/12/diotima-la-festa-e-qui-das-fest-ist-hier)

GartenFest-Tage an den 13. des Monats. Nachdem wir im letzten Jahr die Stauden in den Mittelpunkt unserer Gartenveranstaltungen gestellt hatten, werden wir in diesem Jahr an den 13. des Monats die "Gehölze" näher betrachten. In der im Programm erwähnten Zeit wenden wir uns erst theoretisch dem Thema zu und setzen es wenn möglich gleich in die Praxis um. Wer möchte, kann auch schon am Morgen mit uns im Garten arbeiten.
Wir feiern die Tage von Gehölzen und Stauden umgeben, dürfen uns im Reigen der Jahreszeiten an den blumig geschmückten Beeten erfreuen. Das Herz jubiliert mit den Vögeln mit. Die duftende Erde zwischen unseren Fingern und das gute Gefühl, diesen schönen Ort zu pflegen, lassen jeden Tag zu einem geschenkten Fest werden.
Falls das Datum auf das Wochenende fällt (Juni, September, Dezember) finden andere Veranstaltungen statt, siehe Programm.
Für Infos zu den 13. jedes Monats: Joly & Coni Tel 078 738 69 65

Jeden Donnerstag treffen sich Menschen, um unter der Anleitung von Labyrinthgärtnerinnen den Garten zu pflegen. Alle sind herzlich eingeladen, an dieser Kultur des gemeinsamen Arbeitens und Austauschens mitzuwirken: Kultivieren in einem umfassenden Sinne. Infos: Irene Hiller: Tel. 044 362 69 77

In der Ausstellung „Aufgetischt. Von hängenden Gärten und Pilzgaragen“ ist auch der Labyrinthplatz vertreten. 13. Mai - 18. Oktober in der Stadtgärtnerei, Sackzelg 27, 8047 Zürich, freier Eintritt. www.stadt-zuerich.ch/stadtgaertnerei

Offener Austausch. Am letzten Freitagabend des Monats, ab 19 Uhr, treffen wir uns zum Gedanken- Austausch, üben uns in Präsenz und begrüssen feierlich was immer entstehen mag.

Labyrinth Rundgesang: jeweils am letzten Mittwoch im Monat, ausgenommen April, Juli und Dezember nach Ankündigung. 28.1. / 25.2. / 25.3. / 22.4. / 27.5. / 24.6. Juli fällt aus, 26.8. / 30.9. / 28.10. / 25.11. / 16.12. jeweils 18:30 im Labyrinth, resp. im Pausenraum Zeughaus 5. Offener Anlass, Einstieg jederzeit möglich.
Leitung und Auskunft: Susanna Torri, Tel. 044 748 43 46.

Alle sind willkommen, das Labyrinth zu besuchen, zu erkunden, zu brauchen, Frauen, Männer, Kinder, Klein und Gross, Alt und Jung. Die Veranstaltungen finden bei jedem Wetter statt und sind unentgeltlich. Spenden können wir gut gebrauchen, denn Geld, ins Labyrinth investiert, verwandelt sich in Blüten, Düfte, Klänge und zaubert ein Lächeln aufs Gesicht unzähliger Menschen.

Herzlich danken wir allen, die uns ihr Vertrauen schenken und uns auf vielfältige Weise unterstützen, ideell, materiell, finanziell.

Vielen Dank dem Sozialdepartement und Grün Stadt Zürich für Unterstützung und Begleitung.

Andrea Schurter, Caroline Krüger, Coni Schott, Cornelia Weber, Esther Meyre, Gabi Schaub, Gabriela Babel Singh, Irène Hiller, Joly Bächli, Julia Deppeler, Lotta Waldvogel, Lydia Ehinger, Myriam Rudin, Regula Farner, Renate Grob, Rolf Bachmann, Rosemarie Trachsel, Susanna Torri, Ursula Knecht, Zita Küng